Verkehrschaos in Luzern: GLP will neuen Stadttunnel und Bus-Rundkurse

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Nachgefragt bei Roland Fischer, Präsident der GLP Kanton Luzern

«Durchgangsverkehr bekämpfen»

Wie wollen die Grünliberalen das Verkehrskonzept etablieren? Roland Fischer, 52, Präsident der GLP Kanton Luzern, erklärt die Hintergründe.

Roland Fischer, die dritte Generation des kantonalen Agglomerationsprogramms ist praktisch in trockenen Tüchern. Was bezwecken Sie mit dem «Gegenvorschlag»?

Wir haben realisiert, dass es grossen Widerstand gegen Teile aus dem Agglomerationsprogramm gibt, weil dem Autoverkehr zu viel Platz eingeräumt wird, dem ÖV und Langsamverkehr aber zu wenig. Hier wollen wir eine Alternative bieten.

Mit den kritisierten Elementen sprechen Sie den Bypass und die Spange Nord an?
Genau. Diese Massnahmen führen nur zu Mehrverkehr, aber nicht zu einem Mehrwert für die Stadt und Agglomeration. Unser Konzept sehen wir als Diskussionsgrundlage für die Öffentlichkeit. Dabei soll es aber nicht bleiben. Wir wollen auch mit gezielten Vorstössen aus dem Kantonsrat zuhanden der Regierung für das Konzept kämpfen. Damit beginnen wir noch dieses Jahr.

Wie wollen Sie als kleine Fraktion im Kantonsrat die bürgerlichen Parteien von einem Konzept überzeugen, das den Autoverkehr praktisch aus der Stadt verbannt?

Das mit dem Verbannen stimmt genau nicht. Im Gegenteil: Durch gezielte Massnahmen wie die autoarmen Zonen wird nur der Durchgangsverkehr bekämpft. Wer für Einkäufe in die Stadt fahren will oder als Gewerbetreibender Kunden- und Lieferaufträge macht, ist davon nicht betroffen. Mehr noch: Das Gewerbe erhält mehr Platz. Darum bin ich zuversichtlich, dass wir das Gewerbe vom Konzept überzeugen können und damit auch die bürgerlichen Parteien. (avd)