Benny war erst mal total enttäuscht. Der Ladeninhaber hatte genug Geld und brauchte den Gewinn aus dem Verkauf doch gar nicht. Aber gut, so war das Leben nun mal. Er setzte sich erst mal an seinen Rechner an diesem Morgen, um die Mails zu checken. Seiner Frau sagte er, dass er frei hätte. Eine Mail fiel ihm sofort auf, sie war vom obersten Manager des Autohauses, nicht von seinem alten Chef also.
Dieser lud alle Mitarbeiter des insolventen Autohauses ein. Sie sollten zu ihm kommen und ihm einige Fragen beantworten. Benny sagte natürlich sofort zu. Vielleicht könnte er woanders unterkommen? Vielleicht hatte der oberste Manager ja doch noch Jobs für ihn und seine Kollegen? Er hatte wieder Hoffnung und war guter Dinge, dass sich doch noch alles zum Guten wenden würde.
Benny bereitete sich gut vor
Benny überlegte sich, was er dem oberen Manager erzählen sollte. Sollte er ihm vor allem von den Plänen seines alten Chefs erzählen, sich durch die Insolvenz aus der Pflicht zu winden? Vielleicht wusste dieser ja noch gar nichts davon? Vielleicht konnte er das drohende Unheil noch abwenden, weil der obere Manager hier mehr Einfluss hatte?
Er beantwortete also die Mail und bot an, zu einem Gespräch zu kommen. Er wollte alle Fragen beantworten, die dieser hätte und der Mann antwortete auch praktisch sofort, dass er doch zu ihm kommen sollte. Noch am gleichen Nachmittag. Benny war sehr aufgeregt. Er hoffte, dass sich doch noch alles klären würde, dass er vielleicht sogar seinen alten Job behalten könnte oder aber einen neuen, gleichwertigen erhalten könnte.
Endlich beim Autohaus
Wie es oft vor wichtigen Terminen ist, verging die Zeit einfach nicht. Kennt ihr das auch? Man wartet gefühlt eine Ewigkeit, bis man endlich zu seinem Termin kann. So ging es auch Benny, aber endlich war es Zeit, in das Autohaus zu fahren. Benny machte sich auf der Fahrt viele Gedanken und vor allem hoffte er auf das Beste. Als er ankam, wurde er von einem wohl situiert aussehenden Mann gleich in Empfang genommen und man führte ihn zum alten Büro seines vorherigen Chefs.
Benny wurde an die Tür begleitet, dann verließ man ihn mit den Worten, er solle selbst eintreten. Also klopfte er, nach einem freundlichen „Herein“ drückte er die Türklinke herunter und war sofort erstaunt. Er konnte nicht glauben, wer dort auf dem Stuhl seines alten Chefs saß. Es war der alte Mann! Der freundliche, alte Herr, den er damals des Hauses verweisen musste. Dieser sagte nur: „Ich habe dir doch gesagt, dass ich dir das nicht vergessen werde!“
Wer war der alte Mann wirklich?
Es stellte sich heraus, dass der alte Mann der neue Besitzer des Autohauses war. Der Mann, der damals jeden Tag im Autohaus war. Der Mann, der wirklich schäbig aussah. Anscheinend war das alles nur Fassade gewesen. Das gab ihm die Möglichkeit, sich die Charaktere der Menschen genauer anzusehen und Benny war als einziger immer freundlich und nett zu ihm gewesen. Dennoch, Benny war total verwirrt!
Er erfuhr jetzt, dass der alte Mann nicht nur der totale Auto Fan war, sondern dass er mehr als nur wohlhabend war. Er war sogar der reichste Mann in der ganzen Stadt! Er erklärte Benny, dass er dieses Autohaus schon länger im Auge hatte, aber sich erst alles genau ansehen wollte. Das ging nur, wenn er sich nicht gleich zu erkennen gab. Das verstand Benny natürlich. Aber er war durcheinander. Die neue Situation überforderte ihn.